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Behandlung einer 17jährigen Friesenstute nach Feldenkrais durch Ina Handrich

Xandra, die 17jährige Friesenstute, zeigte im Sommer 2008 nach 2monatiger Reitbeteiligung (2 x 2 Stunden Gelände/Woche) durch mich nach dem Reiten eine plötzlich auftretende Lahmheit auf der Hinterhand. Zur Vorgeschichte ist zu sagen, dass die Stute 9 Fohlen ausgetragen hatte und dadurch ihr Bewegungsapparat und die Sehnen, v.a. auf der Hinterhand, stark in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Durch die neue regelmäßige Belastung durch mich als Reitbeteiligung wurden die Sehnen mehr beansprucht als vorher, wodurch das Problem, welches vorher niemandem bekannt war, erst jetzt zum Tragen kam und ersichtlich wurde.
Der Tierarzt behandelte mit Cortison-Spritzen und Ruhigstellung und empfahl Kühlung, was wir dann für 4 Wochen auch durchführten ohne deutliche Besserung. Nach 4 Wochen Ruhigstellung und Reitverbot empfahl der Tierarzt, die Stute lebenslang nur noch im Schritt zu reiten, da schnellere Gangarten erneut akute schwere Schmerzzustände hervorrufen könnten. Die Besitzer von Xandra waren und sind alternativen Behandlungsmethoden gegenüber sehr aufgeschlossen und so entschieden wir uns, Feldenkrais auszuprobieren.

Nach weiteren 2 Wochen Reitpause begann Ina Handrich mit der Feldenkrais-Bewegungstherapie. Die Stute tolerierte alle Übungen und Maßnahmen mit größter Geduld und man hatte als Zuschauer das Gefühl, dass sie die Behandlung genießt. Zusätzlich wurde die Therapie mit Schüssler-Salzen unterstützt. Nach 2 Tagen begannen wir mit kurzen Schritt-Runden im Gelände und das Gangbild des Pferdes hatte sich auf der Vorderhand deutlich verändert, sodass die geschädigte Hinterhand entlastet wurde.
Wir gingen im Gelände vorerst nur Schritt und nach 8 Wochen begannen wir langsam mit kurzen Trab-Strecken auf geraden guten Wegen, die wir immer weiter ausdehnten und langsam steigerten. Xandra tolerierte das sehr gut und von Schmerzen und Lahmheit war nichts mehr zu sehen. Xandra erhält während dieser ganzen Zeit weiterhin die Schüssler-Salze wie zu Beginn der Therapie. Vier Wochen nach der ersten Behandlung erfolgte eine Folgebehandlung durch Frau Handrich, um die Therapieerfolge zu festigen und der Stute weitere Bewegungshilfen zu geben. Über die Wintermonate Oktober bis Februar gingen wir im Gelände aufgrund der Wetterbedingungen nur Schritt. Auf matschigem Boden neigt die Stute nach wie vor zum Ausrutschen und ist nicht so trittsicher, wie andere Pferde. Im Januar versuchten wir einen Auslassversuch der Schüssler-Salze für 4 Wochen, was aber sofort im Gangbild des Pferdes eine Verschlechterung zeigte. Daher bekommt das Pferd bis zum heutigen Tag weiterhin Schüssler-Salze.

Im Frühjahr bei besseren Wetter- und Untergrundbedingungen begann ich wieder mit kurzen Trabstrecken, die ich langsam steigerte. Xandra zeigte weder Schmerzen noch Schwellungen an der Hinterhand. Vermehrt zeigte sich jedoch, je nach Aufmerksamkeit des Pferdes, dass sie stolperte und auf der Hinterhand wegrutschte auch bei guten Bodenbedingungen, sodass man als Reiter das Gefühl hatte, rückwärts aus dem Sattel zu kippen, weil die Hinterhand einfach nicht "mitgenommen wurde" obwohl die Vorderhand das Tempo in großen raumgreifenden Schritten vorgab. Dies trat hauptsächlich im Schritt auf. Wir sollten dann auch langsam kurze Galoppstrecken ausprobieren, was sehr erfolgreich war. Desweiteren ist es so, dass Xandra nach dem Wälzen sich beim Aufstehen scheinbar auf der Hinterhand "vertreten" hat und seitdem sehr kurztrittig war und die Hinterhufe schlecht gibt und man sie nicht sehr hoch aufhalten kann. Da zog sie sofort den Huf weg. Der Hufschmied war dann der Meinung, sie hätte Probleme mit der Hüfte oder vielleicht Rheuma. Bezüglich dieser Problematik fand im April 2009 eine 3. Behandlung statt, wo schon direkt nach Behandlungsende beim Führen im Schritt eine Verbesserung des Gangbildes der Hinterhand deutlich zu sehen war. Dies zeigte sich auch 2 Tage später beim Reiten. Das Stolpern der Hinterhand ist deutlich seltener geworden, ja so gut wie verschwunden und im Trab und Galopp kommt deutlich mehr Schub aus der Hinterhand. Insgesamt kann das Pferd Vorder- und Hinterhand besser miteinander koordinieren. Zusätzlich haben wir die Dosis der Schüssler-Salze erhöht. Das Hufe geben auf der Hinterhand hat sich ebenso leicht verbessert.

Fazit: Xandra ist seit der Behandlung nach Feldenkrais wieder reitbar, und zwar nicht nur im Schritt. Sie ist schmerzfrei und hat Spaß am Laufen. Schwellungen und Lahmheit sind nicht mehr aufgetreten. Das einzige was wir meiden müssen, ist Berge hoch zu reiten im Trab oder Galopp, wie wir es vor ihrer Lahmheit im letzten Sommer oft getan haben, da dies die Hinterhand zu stark beansprucht, was die Lahmheit ja erst ausgelöst hatte. Wir reiten alle 3 Gangarten somit auf geraden Wegen in der Ebene, um die Sehnen der Hinterhand zu schonen. Sehr steile Berge meiden wir sogar im Schritt, da sie das nach wie vor sehr anzustrengen scheint. Die Schüssler-Salze sind eine wertvolle und wichtige Unterstützung der Bewegungstherapie. Am Ende war Feldenkrais die Alternative für Xandra zur klassischen Tiermedizin, da der Tierarzt ihr längerfristig nicht wirklich helfen konnte.

Susanne Mauff
Mommenheim, 3.Mai 2009