Feldenkrais

Moshé Feldenkrais (1904-1984) entwickelte die nach ihm benannte Bewegungstherapie. Von 1940 bis 1946 beschäftigte er sich mit Neurophysiologie und Neuropsychologie, ab 1952 widmete er sich jedoch ganz der Ausarbeitung seiner eigenen Methode. Ab Ende der 1960er Jahre bildete er die ersten Feldenkrais-Lehrer aus. Bis zu seinem Tod 1984 unterrichtete er in Tel Aviv und wurde vermehrt nach Frankreich, England und in die USA eingeladen, um seine Methode vorzustellen.

Jedes Tier wird ganzheitlich betrachtet und individuell behandelt. Die Behandlungen müssen angenehm sein. Unter Stress ist lernen nur sehr eingeschränkt möglich. Das Tier muss sich sicher sein, dass seine Grenzen respektiert und geachtet werden. Nur wenn sich alle Beteiligten, Tier, Besitzer und Behandler wohl fühlen kann sich der gewünschte Erfolg einstellen.

Moshe Feldenkrais arbeitete, wie viele Behandler vor ihm, mit dem Zentralen Nervensystem und brachte auf diese Art vergessene oder verlernte Bewegungsabläufe wieder in Gang. Besonders nach Verletzungen nehmen wir oft Schonhaltungen an. Diese behalten wir meist auch bei nachdem die Verletzung schon längst wieder verheilt ist. Das verändert unseren Bewegungsablauf oft gravierend und bereitet uns auf Dauer unangenehme Zustände.



Hier ein kleines Beispiel.
- Atmung ist Lebeneswichtig - Die Atmung bei Pferden ist häufig nur in der Lende vorhanden. Der Bauch ist fassartig gespannt, es ist kaum Atmung sichtbar. Dehne ich durch meine Arbeit die Atmung von der Lende immer weiter in Richtung Brustkorb aus, bekommt das Tier mehr Raum, der Brustkorb wird beweglicher und lässt wieder Atembewegung zu. Das schafft Erleichterung.